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Verkauft Corel sein Linux-Geschäft?

21.11.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Ob sich Microsoft mit seiner Beteiligung an Corel (Computerwoche online berichtete) strategisches Linux-Know-how verschafft hat, ist fraglich: Die gebeutelte kanadische Softwareschmiede denkt offenbar über einen Verkauf ihrer Linux-Sparte nach. Zumindest hatte Chief Executive Officer (CEO) Derek Burney diese Option auf der Comdex Fall in Las Vegas erwähnt. Ach, wenn er doch geschwiegen hätte: Die Aktie von Corel fiel gestern nach Bekanntwerden der Nachricht um fünf Prozent auf 3,28 Dollar.

Firmensprecherin Louise Hanlon bemühte sich um Schadensbegrenzung. "Wir prüfen verschiedene Möglichkeiten", erklärte Hanlon. Ein Verkauf des Linux-Geschäfts sei dabei nur eine von vielen. Ebenso gut käme zum Beispiel die Veräußerung strategischer Beteiligungen in Betracht, so die Corel-Frau. Außerdem habe man die Berater von McKinsey ins Haus geholt, um Wege zurück zur Profitabilität zu suchen. Diese würden ihre Erkenntnisse Anfang nächsten Jahres veröffentlichen, vielleicht sogar schon früher.