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Verkauf der Telekom-Kabelanteile verzögert sich

30.08.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Verkauf von sechs regionalen TV-Kabelnetzen der Deutschen Telekom an den amerikanischen Medienkonzern Liberty Media wird sich weiter verzögern. Das berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Insiderinformationen aus beiden Unternehmen. Der Vertrag wird voraussichtlich nicht wie angekündigt (Computerwoche online berichtete) in dieser Woche unterzeichnet. Dem Bericht zufolge führt Liberty die Verzögerung auf technische Gründe zurück. Dennoch werde der Vertrag in den kommenden acht Tagen abgeschlossen. Aus Telekom-Kreisen will das "Handelsblatt" jedoch erfahren haben, dass Liberty-Präsident John Malone mit neuen Forderungen den Kauf verzögert: "Wir haben den Eindruck, dass Malone wegen der Kursverluste der Telekom denkt, er könne die Bedingungen diktieren." Der Bonner

Konzern sei aber keineswegs auf Liberty angewiesen. Die Telekom werde sich vielmehr anderen Interessenten zuwenden, wenn Malone weiter versuche, von den bereits beschlossenen Vereinbarungen wieder abzurücken. So sei beispielsweise das britische Finanzmakler-Unternehmen Compere bereit, das Fernsehkabelnetz zu kaufen.