Aktie steigt

Verizon wegen Sonderposten in roten Zahlen

22.01.2013
Die zweitgrößte US-Telefongesellschaft Verizon ist im vierten Quartal wegen einer Reihe von Sonderbelastungen tief in die roten Zahlen gerutscht.
Nach dem Hurrican Sandy hatten die Verizon-Techniker unter anderem in Manhattan eine Menge zu tun...
Nach dem Hurrican Sandy hatten die Verizon-Techniker unter anderem in Manhattan eine Menge zu tun...
Foto: Verizon

Statt eines Gewinns je Aktie von 71 Cent wie vor einem Jahr, stand nun unter dem Strich ein Verlust von 1,48 Dollar, wie der Konkurrent von AT&T, Sprint Nextel und T-Mobile USA am Dienstag mitteilte. Allein mit 1,55 Dollar je Aktie lasteten Abfindungen und Renten auf dem Ergebnis. 31 Cent je Aktie fielen für die Umschuldung des Konzerns an, mit sieben Cent je Aktie schlug der Wirbelsturm Sandy zu Buche.

Das operative Geschäft hingegen zeigte sich in guter Verfassung. Der Umsatz stieg um 5,7 Prozent auf 30 Milliarden Dollar. An der New Yorker Börse legte die Aktie um 0,68 Prozent auf 42,83 Dollar zu, während der Leitindex Dow Jones Industrial Average um die Nulllinie tendierte. Der Mobilfunk trug besonders stark zum Wachstum bei. Er legte um 9,5 Prozent auf 20 Milliarden Dollar zu. Das Festnetzgeschäft schrumpfte indes um 1,5 Prozent auf zehn Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn sank insgesamt von 52 auf 38 Cent je Aktie. Hierbei wirkte sich die hohe Subventionierung von Smartphones aus, mit der Verizon Kunden in Zweijahresverträge lockt. Im vierten Quartal verkaufte Verizon 6,2 Millionen solcher Handys - doppelt soviel wie im Sommerquartal.

Diese Ausgaben der gemeinsam mit Vodafone betriebenen Mobilfunksparte Verizon Wireless haben allerdings auch eine Sonnenseite. Verizon gewann im Mobilfunk 2,1 Millionen neue Vertragskunden, wovon fast jeder neunte ein Smartphone kaufte. Damit sind Verizon hohe Nutzungsgebühren, besonders für mobiles Internet, sicher. (dpa/tc)

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