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Verizon kehrt in die Gewinnzone zurück

30.01.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Verizon Communications, die größte lokale Telefongesellschaft in den USA, konnte im vierten Quartal 2002 einen Nettogewinn von 2,3 Milliarden Dollar oder 83 Cent pro Aktie erzielen. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Verlust von zwei Milliarden Dollar oder 75 Cent je Anteil verbucht. Vor einmaligen Sonderposten belief sich der Profit auf 2,2 Milliarden Dollar oder 79 Cent pro Aktie und entsprach damit laut Umfrage von Thomson First Call der mittleren Schätzung der Analysten. Im Vorjahresquartal hatte der TK-Konzern einen Pro-forma-Verlust von 2,1 Milliarden Dollar oder 77 Cent je Anteil verbucht. Verizon profitierte im aktuellen Berichtszeitraum von einer Steuerrückerstattung von knapp 1,2 Milliarden Dollar. Dieser Gewinn wurde jedoch fast vollkommen von den rund 1,1 Milliarden Dollar hohen Restrukturierungskosten und Wertberichtigungen auf Investitionen aufgezehrt. Die Einnahmen

wuchsen im Jahresvergleich nur leicht um 1,2 Prozent auf 17,2 Millionen Dollar.

Auch im Gesamtjahr entsprach der Umsatz mit 67,6 Milliarden Dollar in etwa den Vorjahreserlösen. Verizon gelang es jedoch, den Nettogewinn mit 4,1 Milliarden oder 1,49 Dollar um mehr als das Zehnfache zu steigern. Für 2003 erwartet das Management einen Rückgang des Pro-forma-Profits je Aktie von 3,05 Dollar auf 2,70 bis 2,80 Dollar. Der Umsatz soll maximal um zwei Prozent wachsen.

Verizon kündigte außerdem an, den Zulassungsantrag für einen Börsengang der Mobilfunktochter Verizon Wireless zurückzuziehen. Die Company erklärte, das Joint-venture mit der britischen Vodafone Group hätte einen starken Cashflow auf und bedürfte daher keiner zusätzlichen Investitionen. Verizon Wireless hatte im vierten Quartal ein zweistelliges Umsatzwachstum erzielt, außerdem gelang es, knapp eine Million neuer Kunden zu werben. (mb)