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Verisign übernimmt Jamba für 273 Millionen Dollar

25.05.2004
Nach Alando haben die Samwer-Brüder auch ihre zweite Start-up verkauft - Verisign will den Wireless-Content-Provider Jamba in seine Sparte Communications Services eingliedern.

Die Killerapplikation fürs Handy haben die Gebrüder Samwer zwar immer noch nicht gefunden, dafür aber einen Käufer für ihr Unternehmen: Die amerikanische Internet- und Telecom-Firma Verisign zahlt 273 Millionen Dollar in bar und Aktien für den Wireless-Content-Provider Jamba.

Mark, Oliver und Alexander Samwer haben damit zum zweiten Mal eine Start-up an den Mann gebracht. Wir erinnern uns: Mitte 1999 verkaufte das Trio seine erst ein Vierteljahr alte Auktionsplattform Alando.de im Rahmen eines Aktientauschs an Ebay. Im Herbst 2000 wurde dann Jamba aus der Taufe gehoben und bietet inzwischen in Kooperation mit 13 Netzbetreibern in neun europäischen Ländern unter anderem Klingeltöne, Logos, Spiele und andere Software für Mobiltelefone an. Gesellschafter des 320 Mitarbeiter starken Unternehmens sind Debitel, Media Saturn, EP: Electronicpartner sowie der Wagniskapitalgeber Summit Partners.

Verisign zahlt 65 Prozent vom Kaufpreis in bar und den Rest in eigenen Aktien. Die Company mit Sitz im kalifornischen Mountain View erwartet durch den Zukauf für das zweite Halbjahr zusätzliche Einnahmen von 70 Millionen Dollar. 2005 soll Jamba auch bereits einen "bescheidenen" Gewinnbeitrag leisten. Jambas Services - "Übertragung, Aggregation, Formatierung und Vermittlung von Inhalten sowie eine Reihe von Abrechnungs- und Bezahldiensten" - will Verisign künftig weiteren Carriern andienen. (tc)