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Verbraucherschützer mahnen Jamba ab

29.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Verbraucherschützer und die Bundesregierung gehen verschärft gegen Anbieter von Klingeltönen für Handys vor. Wie der "Tagesspiegel am Sonntag" berichtet, hat der vzbv - Verbraucherzentrale Bundesverband den Marktführer Jamba wegen seiner undurchsichtigen Vertragsbedingungen abgemahnt. Den Kunden, die einen Klingelton im Internet herunterladen wollen, sei nicht klar gewesen, dass sie statt eines einzelnen Tons ein Abo kaufen, sagte vzbv-Referentin Vilma Niclas der Zeitung. Am vergangenen Montag hat Jamba reagiert und, wie erst jetzt bekannt wurde, eine Unterlassungserklärung unterschrieben. Darin verpflichtet sich die Berliner Firma, auf seiner Website deutlicher auf den Abo-Charakter des Downloads hinzuweisen.

Bundesverbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) kritisierte die Anbieter: "Die Klingeltonindustrie boomt vor allem deshalb, weil sie die geschäftliche Unerfahrenheit von Kindern und Jugendlichen ausnutzt", sagte Künast der Zeitung. Die Ministerin forderte die Unionsländer auf, ihre Blockade aufzugeben und am 5. September im Vermittlungsausschuss dem neuen Telekommunikationsgesetz zuzustimmen. Das Gesetz enthält zahlreiche Vorschriften für einen besseren Verbraucherschutz bei Handy-Diensten. (dpa/tc)