Heiko Maas

Verbraucherminister will mehr Transparenz bei Produkttests

01.12.2014
Bundesverbraucherminister Heiko Maas (SPD) will für mehr Transparenz bei Produkttests sorgen.

"Verbraucher müssen sich darauf verlassen können, dass Produkttests und Umfragen nicht manipuliert werden", sagte er der "Welt am Sonntag". "Deshalb haben wir Grundsätze für Gutes Testen formuliert, sogenannte Regeln der guten fachlichen Praxis des Testens." Diese Regeln sollen kommende Woche mitsamt einer Liste im Internet veröffentlicht werden.

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD)
Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD)
Foto: Frank Nürnberger / BMJV

In der Liste sind dem Bericht zufolge Unternehmen aufgeführt, die die neuen Grundsätze anerkennen und sich zur Anwendung verpflichten. Maas: "Jeder Verbraucher kann also künftig nachlesen, ob der ihn interessierende Test nach diesen transparenten und verlässlichen Kriterien durchgeführt wurde.". Es handele sich nicht um eine gesetzliche Regelung, sondern um eine Selbstverpflichtung.

Zu den Erstunterzeichnern gehören die Stiftung Warentest, "Ökotest" oder das Computermagazin "c't" vom Heise-Verlag. Die Teilnehmer müssen etwa Auskunft über die Identität des Testveranstalters, Eigentümerstruktur und Zusammensetzung seiner Einnahmequellen sowie die Grundzüge seines Geschäftsmodells oder die Testmethoden geben.

Den Anstoß zur Initiative des Justiz- und Verbraucherschutzministers hatten die Manipulationen des Autofahrerclubs ADAC bei seiner Preisverleihung "Gelber Engel" gegeben. Maas: "Auch der ADAC ist herzlich eingeladen mitzumachen. Der Club scheint verstanden zu haben, dass er vom Vertrauen seiner Mitglieder lebt. Die Selbstverpflichtung könnte helfen, dieses zurückzugewinnen." (dpa/tc)