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Verbraucher misstrauen Online-Finanzdiensten

16.10.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Obwohl Banken und andere Finanzdienstleister immer mehr Geld in den Ausbau ihrer elektronischen Angebote pumpen, zeigen sich die Kunden wenig überzeugt vom Wert der Online-Services. Die meisten Verbraucher benutzen keine Internet-Finanzdienste und haben dies auch in Zukunft nicht vor. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Deloitte Research mit dem Titel "Myth versus Reality in Financial Services. What your customers really want". Die Auguren befragten 2000 Verbraucher in zehn Ländern, darunter USA, Japan, Deutschland, Frankreich und Großbritannien, nach dem Nutzen von Online-Finanzdiensten.

Die Untersuchung förderte ferner zutage, dass die Teilnehmer es am meisten schätzten, wenn ein Finanzdienstleister auf Anfragen gleich welcher Art antwortet und ihnen so das Gefühl gibt, wertvoll zu sein. Die Befragten haben Bedenken, die Produkte nicht traditioneller Finanzanbieter wie Einzelhändler oder Softwarefirmen zu nutzen. In Bezug auf Investitionen legen sie großen Wert auf geringe Kosten und zuverlässige Beratung.

Laut Deloitte Research besteht eine beachtliche Diskrepanz zwischen der Vorstellung der Finanzanbieter, was ihre Kunden wünschen, und der Realität. Daher sollten Firmen dem Wissen um die Bedürfnisse ihrer Klienten eine höhere Priorität einräumen und ihr Geld weiser investieren, lautet der Rat der Auguren.