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"Verbmobil" erhält Deutschen Zukunftspreis

30.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Deutschen Zukunftspreis geht in diesem Jahr an die Entwickler des elektronischen Dolmetschers "Verbmobil". Bundespräsident Johannes Rau überreichte gestern die mit 500.000 Mark dotierte Auszeichnung an den wissenschaftlichen Leiter des Projekts "Sprachverstehende Computer als Dialog- und Übersetzungsassistenten", Professor Wolfgang Wahlster. Die vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken entwickelte Simultan-Übersetzungssoftware ist in der Lage, Telefonate zwischen zwei Gesprächspartnern in Deutsch, Englisch oder Japanisch annähernd in Echtzeit zu übersetzen (Computerwoche online berichtete).

Mit der Auszeichnung, die in diesem Jahr zum fünften Mal verliehen wurde, ehrt der Bundespräsident herausragende technische, ingenieur- oder naturwissenschaftliche Innovationen. Entscheidende Kriterien für die Auswahl der Projekte sind gesicherte Anwendungsmöglichkeiten, Marktfähigkeit und die damit verbundene Schaffung von Arbeitsplätzen. Im vergangenen Jahr wurden die Entwickler von MP3, dem Datenkomprimierungsverfahren für Musikdateien, mit dem Preis ausgezeichnet. (jw)