De-Mail vor dem Start

Verbindlich und vertraulich übers Internet

Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
Es hat alles ein wenig länger gedauert, aber Anfang 2012 steht De-Mail nun doch vor der Markteinführung. Zeit, sich mit den Möglichkeiten und Funktionen der elektronischen Post vertraut zu machen. Eine Übersicht.
Nach längeren Anlaufschwierigkeiten steht De-Mail, das rechtsverbindliche Versenden von Dokumenten, nun vor dem Start.
Nach längeren Anlaufschwierigkeiten steht De-Mail, das rechtsverbindliche Versenden von Dokumenten, nun vor dem Start.
Foto: Vladislav Kochelaevs - Fotolia.com

Im Mai 2011 ist - mit Verzögerung - das so genannte De-Mail-Gesetz in Kraft getreten. Die Paragraphen regeln die Anforderungen an die organisatorische und technische Sicherheit der angebotenen Dienste. De-Mail, heißt es dazu bei Wikipedia, "ist ein vom deutschen Bundesministerium des Innern koordiniertes Projekt, das das verbindliche und vertrauliche Versenden von Dokumenten und Nachrichten über das Internet ermöglichen soll. Anbieter dieser elektronischen Post sind privatwirtschaftliche Unternehmen."

Jeder Anbieter, der die im De-Mail-Gesetz geforderten Anforderungen an die organisatorische und technische Sicherheit erfüllt, kann sich als De-Mail-Provider akkreditieren lassen. Bislang gibt es in Deutschland vier davon: United Internet (GMX, WEB.DE), Mentana Claimsoft, Telekom und Post. Als erstes Unternehmen wird wohl die Telekom im Frühjahr mit De-Mail starten - das zumindest hat Projektleiter Jens Mayer jüngst in der FAZ erklärt.

Dann wird es möglich sein, Dokumente und Nachrichten verbindlich und vertraulich über das Internet zu versenden. "Die Identität der Kommunikationspartner sowie die Zustellung der De-Mails können nachgewiesen werden", heißt es dazu beim Bundes-CIO lapidar. Zudem sei sichergestellt, dass Inhalte einer De-Mail auf ihrem Weg durch das Internet nicht von Unbefugten mitgelesen oder verändert werden können. "Abgesicherte Anmeldeverfahren und Verbindungen zu den Providern sowie verschlüsselte Transportwege zwischen den Providern sorgen für einen verbindlichen Versand und Empfang von De-Mails." Damit erhöhe De-Mail die Sicherheit der elektronischen Kommunikation im Vergleich zur herkömmlichen E-Mail und helfe zudem, Spam und Phishing zu vermeiden.