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Verband bietet Rezepte gegen hohe Softwarepflege-Kosten

28.01.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Software-Initiative Deutschland e.V. hat sich das Ziel gesetzt, deutsche Unternehmen und Behörden bei der Sicherung alter Cobol-Anwendungen zu unterstützen. Dazu will der neu gegründete Verband in einem ersten Schritt Werkzeuge bereitstellen, die dazu dienen, Altanwendungen einfacher zu pflegen und zu modernisieren. Außerdem soll es Unterstützung bei der Übertragung veralteter Anwendungen in moderne Programmiersprachen geben sowie Tools für den Test, wenn die Cobol-Bestände auf neue Plattformen überführt werden.

Der in Brunnthal bei München ansässige Verband wird von Helmut Blank geführt. In einer Pressemitteilung heißt es, jährlich würden in Deutschland für die Pflege von Altanwendungen rund zehn Milliarden Euro aufgewendet. Viele der Programme seien mehr als 25 Jahre alt und nur noch schlecht oder gar nicht dokumentiert. Die meisten der damaligen Entwickler befänden sich bereits im Ruhestand oder stünden kurz davor. Die Softwareinitiative will deshalb die Sicherung dieser Altbestände vorantreiben und Unternehmen helfen, den Anteil ihres für Pflege und Wartung von Altanwendungen aufgewendeten IT-Budgets auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. (hv)