Der Markt für Server

Verantwortung für die Umwelt

Jan-Bernd Meyer betreut als leitender Redakteur Sonderpublikationen und -projekte der COMPUTERWOCHE. Auch für die im Auftrag der Deutschen Messe AG publizierten "CeBIT News" ist Meyer zuständig. Inhaltlich betreut er darüber hinaus Hardware- und Green-IT- bzw. Nachhaltigkeitsthemen sowie alles was mit politischen Hintergründen in der ITK-Szene zu tun hat.   
Der Markt für Server wird mehr und mehr durch eine brutale Verdrängung gekennzeichnet - und durch Green IT.
Mit Mainframes wie diesem z10-System verdient IBM viel Geld. Deshalb liegt Big Blue bei Marktanteilen nach Umsatz immer vorn. Bei den Stückzahlen sieht es im Serversegement anders aus.
Mit Mainframes wie diesem z10-System verdient IBM viel Geld. Deshalb liegt Big Blue bei Marktanteilen nach Umsatz immer vorn. Bei den Stückzahlen sieht es im Serversegement anders aus.
Foto: IBM

Der Markt für Server 2007 war für die Hersteller in Deutschland recht gut gelaufen. Das gilt, obwohl Gartner-Analyst Errol Rasit von 2006 auf 2007 für den Server-Markt insgesamt ein Umsatzminus von 3,2 Prozent konstatiert. Insgesamt bedeutet den Gesamtmarkt der x86-, Windows-, Unix- und Linux-Maschinen sowie der mehr oder weniger proprietären Rechnerlinien wie etwa der Mainframes.

Das gilt aber vor allem für ein Unternehmen: Hewlett-Packard (HP). Klaus Rumsauer, der bei HP das Server-Geschäft verantwortet, sagte, 2007 sei ein gutes Wachstumsjahr gewesen: "Da dachten wir, jetzt geht der Knoten auf. Vielleicht erleben wir so etwas wie einen Fußball-WM-Effekt." 2007 seien die Kunden noch investitionsfreudig gewesen.

Server-Markt 2007 nach Umsatz (alle Rechnerkategorien)

Hersteller

Marktanteil (in Prozent)

1. IBM

28,0

2. Hewlett-Packard

26,6

3. Fujitsu-Siemens

20,2

4. Sun Microsystems

14,0

5. Dell

4,9

6. SGI

1,4

7. Acer

0,4

8. Maxdata

0,3

9. Transtec

0,3

10. Apple Computer

0,1

Der Umsatz im deutschen Server-Markt betrug 2007 rund 3,8 Milliarden Dollar

Quelle: Gartner

Das konnte man vor allem im Segment der x86-Server verfolgen. Diese stellen nach Stückzahlen das mit Abstand größte Segment des gesamten Server-Marktes dar. Laut den Marktforschern von IDC verzeichnete Deutschland in dieser Produktkategorie von 2006 auf 2007 ein Stückzahlenwachstum von immerhin zwölf Prozent. Das ändert sich 2008 drastisch: Die Hersteller werden ihre x86-Server-Verkäufe heuer im Vergleich zum Vorjahr nur noch um drei Prozent steigern können, sagt IDC.

Die Umsätze werden dieses Jahr sogar sinken. In Dollar gerechnet um immerhin drei Prozent. Dramatisch wird die Rechnung, wenn auf Euro-Basis kalkuliert wird: Da werden die Umsätze mit x86-Servern von 2007 auf 2008 sogar um elf Prozent nachgeben. Leidtragende sind Firmen, die in Euro bilanzieren. Das bedeutet, dass Fujitsu-Siemens Computers (FSC) 2008 durch die Währungsbewegungen erheblich gebeutelt wird. Das bayerisch-japanische Unternehmen muss hier mit einem Nachteil kämpfen, mit dem kein anderer Hersteller konfrontiert ist.

Für das kommende Jahr sieht IDC ein Stückzahlenwachstum bei x86-Servern von nur noch zwei Prozent voraus. Die Umsätze werden laut den Marktforschern ebenfalls um zwei Prozent fallen - sowohl auf Dollar- wie auf Euro-Basis.