Vektorgrafiken für alle

Schulze ist freier Autor der Website CIO.de und dem CIO-Magazin.
Für Linux-Anwender gibt es einen Quasistandard für das Erstellen von Vektorgrafiken: "Inkscape". Viele Windows-Benutzer wissen jedoch nicht, dass es dieses Open-Source-Tool auch für ihr Betriebssystem gibt.

Inkscape erzeugt Grafiken im SVG-Format (Scalable Vector Graphics). Solche Bilder lassen sich ohne Qualitätsverluste beliebig skalieren. Damit eignet sich SVG unter anderem für skalierbare Icons, technische Diagramme und Logos. Das Tool verfügt über umfangreiche Funktionen. Beim ersten Kontakt erschließen sich viele Möglichkeiten des Tools intuitiv, wenn man bereits Erfahrung mit Grafikprogrammen hat. Inkscape erlaubt die Arbeit mit verschiedenen Ebenen, ermöglicht es, Bildparameter wie Farben und Helling zu verändern und bringt einige geometrische Standardformen mit. Darüber hinaus besitzt das Programm umfassende Methoden, um Kurven und Linien zu erzeugen. Das reicht von den relativ einfachen Bézierkurven bis hin zu Sinuswellen. Durch eine gute Dokumentation - die leider nur auf Englisch verfügbar ist - fällt die Einarbeitung recht leicht.

Auch wenn Inkscape zur internen Arbeit nur das Format SVG kennt, kann es doch vielfältig eingesetzt werden. Das Tool ist in der Lage, fast alle gängigen Dateiformate zu lesen. Bitmaps verwandelt der Nutzer per Mausklick in Vektorgrafiken und kann sie dann bearbeiten. Ebenso lassen sich Grafiken als Bitmap im PNG-Format exportieren.

Die einzige kleine Schwäche des Programms fällt nur in der Windows- Version ins Gewicht: Die Benutzerführung und die Icons sind am Linux-Desktop Gnome orientiert, was für Microsoft-Anwender anfangs etwas ungewöhnungsbedürftig ist.

CW-Fazit

Inkspace ist mächtig, gratis und für verschiedene Betriebssysteme zu haben - eine ernsthafte Konkurrenz zu vielen kommerziellen Vektorgrafik-Programmen.