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VDI: Venture Capital fließt weiter - trotz Börseneinbruch

31.07.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Venture Capital Panel von "VDI nachrichten" und Mackewicz & Partner hat ermittelt, dass deutsche Risikokapitalgeber in den vergangenen drei Monaten (April bis Juni) - staatliche Fördermittel eingerechnet - fast eine halbe Milliarde Mark in junge Hightech-Firmen investiert haben. Das entspricht in etwa eine Verdreifachung gegenüber dem Vergleichzeitraum des Vorjahres. Die Mittel kamen dabei insgesamt 89 Startups zugute (zweites Quartal 1998: 41 Companies). 80 Prozent der befragten Wagnisfinanzierer gaben an, die gegenwärtige Schwächephase am Neuen Markt habe keine Auswirkungen auf ihre Tätigkeit.

Allerdings, so die Autoren, werden die Investoren wählerischer: Allein mit dem Reizwort Internet sei heute kein Venture Capital mehr zu bekommen. Anbieter von Infrastruktur- und Marktplatzlösungen stünden zwar wie gehabt hoch im Kurs; Internet-Händler und Online-Dienstleister im Consumer-Markt hätten dagegen zunehmend schlechtere Karten. Regional gesehen ziehen laut "VDI nachrichten" übrigens Berlin, Nordrhein-Westfalen und Bayern das meiste Risikokapital an.