Softek-Werkzeug staffelt Replikation nach Dringlichkeit

Variable Datenspiegelung

06.08.2004

Softek will mit dem Replicator die Lücke schließen, die beim Disaster Recovery öfter auftritt: Die Kosten für eine symmetrische Datenspiegelung sprengen das IT-Budget, oder die Vorkehrungen für eine Wiederherstellung entsprechen nicht den Anforderungen der Geschäftsprozesse. Um hier Abhilfe zu schaffen, empfiehlt es sich, alle Daten zunächst nach ihrer Wichtigkeit zu klassifizieren und ihnen einen Zeitraum zuzuordnen, an dem die Systeme und Daten (Recovery Point Objectives = RPO) sowie Systeme und Anwendungen (Recovery Time Objectives = RTO) an einem Standort wiederhergestellt sein müssen.

Das Programm eignet sich für die Replikationsmethoden asynchron und Hot Copy, bei denen die Daten- und Anwendungsverfügbarkeit zwischen drei Sekunden und einem Tag liegen darf. Die Software repliziert die Daten von Server zu Server dank aufgespielter Agenten mit wenig Overhead, für den Betrieb muss keine Software installiert werden. Der Hersteller legt besonderen Wert auf Interoperabilität. Deshalb arbeitet der Replicator mit allen Applikationen und Datenbanken zusammen sowie unabhängig von den Quell- und Ziel-Speichersystemen. Auch in puncto File-System und verwendeter Volume-Manager-Technik soll es keine Einschränkungen geben. Das Programm repliziert physikalische und logische Volumes und behält dabei die Schreibanordnung des Quellsystems bei. Softek unterstützt die Betriebssysteme AIX, HP-UX, Solaris, Windows und seit kurzem auch Red Hat Linux. Der Preis richtet sich nach Größe der Server und dem verwendeten Betriebssystem und liegt zwischen 2500 und 40000 Euro.

Von Amdahl bis Softek

Der einstige Mainframe-Hersteller Amdahl hat 1992 seine Softwareabteilung in der A+ Software Group verselbständigt und nach der Komplettübernahme durch den japanischen Fujitsu-Konzern als Fujistu-Softek betrieben. Im Frühjahr dieses Jahres löste sich die Abteilung über einen Management-Buyout vom Mutterkonzern. Fujitsu bleibt aber strategischer Partner und verkauft die Speicher- und Verwaltungsprogramme im asiatisch-pazifischen Raum. Die neue Company firmiert unter Softek Storage Solutions Inc. mit Sitz im kalifornischen Sunnyvale. Branchengrößen wie IBM, HP und EMC haben OEM-Verträge mit der Softwareschmiede. In Deutschland arbeitet die Company bislang mit fünf Partnern zusammen.