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Varetis verkauft sein Geschäft mit Auskunftssoftware

03.11.2005
MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Wegen hoher Verluste bei der Internet-Auskunft Go Yellow opfert der Konzern sein profitables Stammgeschäft.

Der Varetis-Konzern hat angekündigt, sein Stammgeschäft mit Software für Auskunftsdienste an die deutsche Tochter des US-amerikanischen TK-Anbieters Volt Information Sciences zu verkaufen. Beim Preis einigten sich beide Parteien auf 20,8 Millionen Euro. Mit dem Geld wollen die Münchner das Endkundengeschäft ihrer verlustreichen Internet-Auskunft Go Yellow und der Telefonauskunft Telix AG aufbauen.

In den ersten neun Monaten dieses Jahres fuhr Varetis einen Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) in Höhe von 16,5 Millionen Euro ein. Dramatisch daran ist, dass der Umsatz nur bei 362.000 Euro lag. Ende September hatte der Konzern noch 5,4 Millionen Euro an liquiden Mitteln. Davon waren jedoch 3,1 Millionen Euro als Sicherheit verpfändet. Trotz alledem erklärte Varatis-Chef Klaus Harisch gegenüber der "Financial Times Deutschland", dass Go Yellow bereits im Geschäftsjahr 2007 Gewinne einfahren werde. (sp)