Open-Source- und Linux-Rückblick für Kalenderwoche 49

Valve tritt der lInux Foundation bei

Jürgen Donauer war als Systemadministrator zunächst für Informix und später IBM tätig. Dann verschlug es ihn in das Rechenzentrum von Media-Saturn. Dort kümmerte er sich mitunter um die Webserver, Datenbankanbindungen und den Online-Shop. Anschließend war er als Redakteur im Bereich Linux für TecChannel tätig. Derzeit arbeitet Jürgen Donauer als freier Autor für TECCHANNEL und COMPUTERWOCHE sowie als Privatdozent.
Die Linux Foundation kann sich über drei weitere Mitglieder freuen. Eines davon ist Valve.

Die COMPUTERWOCHE zeigt die wichtigsten Informationen zu Linux und Open-Source in Kalenderwoche 49. Symantec warnt fvor einem Linux-Wurm, der es in erster Linie auf Embedded Systems abgesehen hat. Die Entwickler von Linux Mint haben OEM-Versionen von Ausgabe 16 zur Verfügung gestellt. Fedora 20 "Heisenbug" verschiebt sich um eine weitere Woche. Mozillas Firefox bekommt Unterstützung für VP9.

Valve tritt der Linux Foundation bei

Der Betreiber von Steam arbeitet bekanntlich an einem auf Linux-basierenden Betriebssystem namens SteamOS. Mit dem Beitritt zur Linux Foundation untermauert Valve seine Ambitionen hinsichtlich des freien Betriebssystems.

SteamOS von Valve
SteamOS von Valve
Foto: Valve

Neben Valve freut sich die Linux Foundation auch über die Beitritte von Cloudius Systems und HSA (Hetergenous System Architecture).

In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass der britische PC-Hersteller Piixl an einem SteamOS-Rechner arbeitet, der mit einem VESA-Standard ausgestattet ist. Damit lässt sich der Rechner hinter einem Flachbildschirm montieren und ist somit fast unsichtbar im Wohnzimmer.

Linux.Darlloz versucht, sein Unwesen zu treiben

Der von Symantec entdeckte Wurm Linux.Darlloz versucht, Embedded Systems zu befallen. Dazu gehören Kameras, Set-Top-Boxes, Router, NAS-Systeme und so weiter.

Dabei bedient sich der Wurm CVE-2012-1823. Diese Lücke wurde bereit vor über 1,5 Jahren geschlossen. Über Standard-Logins versucht der Schadcode einzubrechen und befällt dann andere Systeme.

Viele alte Geräte haben seit langer Zeit keine Firmware-Updates mehr bekommen und sind daher anfällig. Der beste Schutz derzeit ist, die Standard-Anmeldung zu ändern.

Die Malware konzentriert sich auf die Architektur x86. Es wurden aber auch Varianten für die Architekturen MIPSEL, ARM, PPC und MIPS gefunden.

Linux Mint 16 "Petra" OEM

Linux Mint 16 "Petra" gibt es in den Varianten Cinnamon oder MATE. Ersteres kommt in Version 2.0 und hängt nicht mehr von einer GNOME-Installation ab.

Die OEM-Versionen der Betriebssysteme sind für Computer-Hersteller und -Händler gedacht. Sie können Linux Mint vorinstallieren und beim Erstart schließt der Anwender die Konfiguration ab. Es geht hier um Anmelde-Namen, Passwort, Tastatur-Layout und Sprache.

Fedora 20 nun für den 17. Dezember geplant

Ob Fedora 20 noch unter dem Weihnachtsbaum liegen wird, ist nicht gewiss. Die Entwickler haben Version 20 der von Red Hat gesponserten Linux-Distribution abermals um eine Woche verschoben.

Es befinden sich laut eigenen Angaben noch ungelöste Blocker-Bugs im System und außerdem steht kein Veröffentlichungs-Kandidat zur Verfügung.

Mozilla bald mit VP9

Google Chrome und Chromium haben VP9-Unterstützun schon einige Zeit. Es handelt sich hier um den Video-Codec-Nachfolger von VP8 mit diversen Verbesserungen.

Bug 833023 wurde nun bereinigt und VP9 in Firefox steht nichts mehr im Wege. Erstmalig wird VP9-Unterstützung wohl in Firefox 28 auftauchen. Das ist auch die Version, in der Australis das Licht der Welt erblicken wird.