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Valentinstag lässt Einzelhandel jubeln

14.02.2008
Von pte pte
Der Einzelhandel freut sich am heutigen Valentinstag über steigende Umsätze. Besonders Blumengeschäfte, Parfümerien, Buch- und Musikgeschäfte verzeichnen steigende Einnahmen. Gemessen am gesamten Monatsumsatz macht das Valentinstagsgeschäft jedoch nur einen geringen Anteil aus. Stärkeren Einfluss auf die Verkaufszahlen haben dagegen die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Produkten sowie hohe Rohölpreise, heißt es laut Fortis Investments http://www.fortisinvestments.com . "Der Valentinstag erfreut sich zwar wachsender Beliebtheit, hat aber keine nachhaltige Auswirkung auf die derzeit eingetrübte Konsumentenstimmung. Fest- und Feiertage wie Weihnachten oder Ostern fallen mehr ins Gewicht", sagt Valerie Charriere-Pousse, Fondsmanagerin bei Fortis Investments, auf Nachfrage von pressetext.

"Einigen Branchen bringt der Valentinstag einen kleinen Umsatzschub, auf den gesamten Einzelhandelsumsatz hat dieser Tag jedoch keinen signifikanten Einfluss", sagt auch Ulrike Hörchens, Referentin beim Hauptverband des Deutschen Einzelhandels http://www.einzelhandel.de , gegenüber pressetext. Die klassischen Geschenke sind Blumen sowie Süßwaren und Schmuck. Während die Umsatzzahlen für den 14. Februar in Deutschland etwa nicht erhoben werden, rechnet die österreichische Wirtschaftskammer am diesjährigen Valentinstag mit einem Gesamtumsatz von 87 Mio. Rund 52 Prozent der Österreicher wollen Valentinstagsgeschenke kaufen und dafür durchschnittlich 25 Euro ausgeben. Dies bedeutet ein Plus von 14 Mio. gegenüber dem Vorjahr, da einerseits mehr Österreicher Geschenke kaufen und dafür gleichzeitig mehr Geld ausgeben.

Rund 80 Prozent der Österreicher verschenken am 14. Februar Blumen. An zweiter Stelle liegen Süßigkeiten, die von 20 Prozent als Geschenk gewählt werden. Österreichische Gärtner und Floristen ziehen nach eigenen Angaben rund 20 Mio. Schnittblumen und zwölf Mio. Topfpflanzen speziell für den Valentinstag heran. Betrachtet man die Bedeutung von Feiertagen für den deutschen Einzelhandel, so führt Weihnachten vor Ostern und Muttertag. Erst auf Platz vier liegt der Valentinstag, gefolgt von Halloween, erläutert Hörchens. "Der Valentinstag wird vor allem in Ländern wie den USA, Kanada, oder Großbritannien gefeiert. Den größten kommerziellen Einfluss hat dieser Tag aber wohl in den USA. Dort werden nicht nur Blumen, Süßigkeiten und andere Aufmerksamkeiten verschenkt. Der Tag der Verliebten wird auch zum Anlass für Parties, Abendessen und Kurzurlaube genutzt", betont Charriere-Pousse.

Trotzdem tragen die Umsätze des Valentinstages wenig zum Gesamtumsatzes des Februars im Einzelhandel bei. Auf europäischer Ebene sieht man dagegen eine verstärkte Verbrauchernachfrage nach höherer Qualität, etwa bei Bekleidungs-, Lebensmittel- und Wellness-Produkten. Diese habe deutlich mehr Einfluss auf die Konsum-Branche, sagt Charriere-Pousse. In den ersten Wochen des neuen Jahres ging die Nachfrage jedoch zurück, dem Preisfaktor wurde dagegen mehr Beachtung geschenkt. Hier spielen vor allem die steigenden Rohstoffpreise ein Rolle, die besonders in der Lebensmittelbranche auch an die Kunden weitergegeben wurden. (pte)