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VA Linux steigt in den NAS-Markt ein

13.09.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - VA Linux hat gestern mit dem Modell "9205" erstmals einen NAS-Server (Network Attached Storage) vorgestellt. Die Maschine verfügt über eine Speicherkapazität von bis zu 2,1 Terabyte, lässt sich in verschiedene Netzwerktypen einbinden und läuft unter Windows, Unix und Apple. Der Speicher-Server ist bereits ab rund 30 000 Dollar zu haben, die teuerste Konfiguration mit dualen CPUs beläuft sich auf 132 000 Dollar. Damit steigt der bislang auf Linux-Komplettsysteme spezialiserte US-Hersteller in ein neues Marktsegment ein. Auch die großen Computerhersteller IBM, Compaq, Dell und Hewlett-Packard haben den Speichermarkt inzwischen für sich entdeckt, den sich bis vor kurzem Storage-Spezialisten wie Network Appliance und EMC teilten.

Bei NAS handelt es sich um reine Speicher-Maschinen, die sich in ein Netzwerk einklinken lassen, um die Bedürfnisse etwa von Unternehmensabteilungen abzudecken. Die Hardware reicht von simplen File-Servern bis hin zu Spezialsystemen mit eigenem Hochgeschwindigkeitsbetriebssystem.

Auch NAS-Schwergewicht Network Appliance präsentierte diese Woche mit dem Modell "F840" einen neuen Hochgeschwindigkeits-File-Server. Das System kann als Cluster mit bis zu zwölf Terabyte Speicherkapazität ausgestattet werden, kostet allerdings auch über eine Million Dollar.