Typ C, die USB-Revolution

USB C - einfacher, schneller, stärker, flexibler

24.04.2016
Von Michael Schmelzle
USB Typ C bietet viele Verbesserungen für den USB-Standard: Einen genial einfachen Anschluss plus mehr Tempo und Funktionen sowie eine kräftigere Lade-Power.
Schont die Buchsen: der universelle USB-Anschluss Typ C
Schont die Buchsen: der universelle USB-Anschluss Typ C
Foto: USB-IF

Der neue USB-Standard Typ C bringt vier wesentliche Verbesserungen für die bewährte und weit verbreitete USB-Schnittstelle mit:

Geräte mit Typ C sind leichter anzuschließen, erlauben höhere Datenübertragungsraten, können Mobilgeräte schneller aufladen und Protokoll-fremde Audio- und Video-Datenströme transportieren.

Universelle Anschlussbuchse

Jeder weiß, wie schnell die Micro-USB-Buchse des Smartphones oder Tablets ausleiert - weil wir ständig versuchen, das Ladekabel zuerst falsch herum einzustecken. Mit USB C gehört das hilflose Herumfummeln der Vergangenheit an: Die neuen USB-C-Stecker kennen kein oben und unten, sondern lassen sich beidseitig einstecken. Deswegen soll eine USB-Typ-C-Buchse auch sieben mal so viel aushalten wie ein herkömmlicher Anschluss vom Typ A:

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Laut USB Implementers Forum (USB-IF) muss eine Typ-C-Anschluss nämlich für mindestens 10.000 mechanische Steckvorgänge ausgelegt sein. Rein rechnerisch sollten Sie Ihr Smartphone mit Typ-C-Anschluss also einmal täglich mindestens 27,4 Jahre aufladen können. Dank der geringen Fläche (8,4 x 2,6 mm) eignet sich eine USB-C-Buchse zudem gleichermaßen für flache Mobilgeräte als auch stationäre Rechner und Geräte der Unterhaltungselektronik.

USB Typ C: Querschnitt einer Anschlussbuchse
USB Typ C: Querschnitt einer Anschlussbuchse
Foto: USB-IF

Maximales Tempo

Klar sollte der brandneuen universelle USB-C-Verbindung auch das aktuell beste Datenübertragungs-Protokoll zugrunde liegen: USB 3.1. Es ist für Datenraten von bis zu 10 Gigabit/s (1,25 Gigabyte/s) ausgelegt und damit zwischen 2 und 20 mal so schnell wie USB 3.0 respektive 2.0. Die Betonung liegt hier allerdings auf "sollte", denn das USB-IF überlässt es dem Gutdünken der Hersteller, ob sie entsprechende Controller verbauen. Im realen Leben sind die meisten Smartphones mit Typ-C-Buchse an einen lahmen USB-2.0-Controller angeschlossen. Eine löbliche Ausnahme stellen hier Microsofts Smartphone-Flaggschiffe Lumia 950 und Lumia 950XL dar.

Um die unterschiedlichen Geschwindigkeiten von USB-C-Ports zu kennzeichnen, hat das USB-IF die Logos erweitert: Nur wenn auf dem für den USB-Standard 3.0 konzipierten "Superspeed"-Logo ("SS") eine kleine schwarze "10" prangt, unterstützt der USB-C-Anschluss auch das maximal mögliche Tempo von 10 GBit/s. Für Geräteverpackungen gibt's ein Extralogo mit den Angaben "SUPERSPEED+" sowie "10 Gbps", siehe auch die folgende Abbildung.

Für maximales USB-3.1-Tempo muss auf den Geräten das "Superspeed+"-Logo (links) kleben, für Anschlussbuchsen muss neben dem "SS"-Logo eine schwarze "10" stehen.
Für maximales USB-3.1-Tempo muss auf den Geräten das "Superspeed+"-Logo (links) kleben, für Anschlussbuchsen muss neben dem "SS"-Logo eine schwarze "10" stehen.
Foto: USB-IF

Bärenstarke Ladefunktion

In den letzen Jahren hat sich USB auch zur universellen Schnittstelle für das Aufladen von Mobilgeräten gemausert. Bei Smartphones und Tablets ist der Micro-USB-Anschluss quasi flächendeckend verbreitet. Die maximale Leistungsaufnahme, die die Spezifikation USB Battery Charging hier erlaubt, liegt bei 7,5 Watt. Um aber auch den Stromhunger von ausgewachsenen Notebooks zu stillen und um die Ladezeiten von Smartphones und Tablets spürbar zu reduzieren, legt USB C auch an dieser Stelle noch eine Schippe drauf:

Zunächst einmal ist Typ-C-Geräten bei der Standard-Spannung von 5 Volt eine Stromstärke von bis zu 3 Ampere gestattet, sodass hier schon einmal bis zu 15 Watt zur Verfügung stehen. Daneben erlaubt die USB Power Delivery Specification ( USB PD ) eine variable Versorgungsspannung über die USB-Schnittstelle - und erhöht obendrein die maximal zulässige Stromstärke auf 5 Ampere.

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