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USA: Trotz Napster-Funkstille sinkende CD-Verkäufe

22.08.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Trotz der erfolgreichen Attacken der Musikindustrie gegen die MP3-Tauschbörse Napster sind die Umsätze mit Tonträgern in den USA im ersten Halbjahr 2001 zurückgegangen. Nach Angaben des US-Verbands RIAA (Recording Industry Association of America) fiel der Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,4 Prozent auf 5,9 Milliarden Dollar. Bei CD-Alben ging die auslieferte Stückzahl gegenüber dem ersten Halbjahr 2000 um 5,3 Prozent und der Umsatz um 2,7 Prozent auf 5,5 Milliarden Dollar zurück. Der Absatz von DVD-Musikvideos erhöhte sich jedoch um 115,9 Prozent auf drei Millionen Einheiten. Die Produkte trugen mit 70,1 Millionen Dollar zum Gesamtumsatz bei, was einer Steigerung von 99,2 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2001 entspricht.

Nach Meinung von RIAA-CEO Hilary Rosen bleiben die Konsumenten nach wie vor gängigen Tonträgern wie etwa CDs treu. Trotzdem arbeite die Musikindustrie energisch daran, den Verkauf mehr auf den Online-Vertrieb zu verlagern. Den stärksten Absatzrückgang verzeichnete der Verband bei Auslieferungen an Einzelhändler und Musik-Clubs sowie bei Bestellungen auf dem Postweg. In diesem Segment reduzierten sich der Absatz im ersten Halbjahr 2001 gegenüber dem Vorjahr um 9,4 Prozent auf 442,7 Millionen Einheiten.