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USA startet Offensive gegen Online-Betrüger

25.05.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die US-Behörden gehen in einem groß angelegten Einsatz namens "Operation Cyber Loss" massiv gegen Online-Kriminalität vor. Nach Angaben der amerikanischen Bundespolizei FBI (Federal Bureau of Investigation) haben die Beamten in den vergangenen zehn Tagen 62 Verdächtige festgenommen, die insgesamt 65.000 Personen um mehr als 117 Millionen Dollar betrogen haben sollen. Unter anderem wurden im US-Bundesstaat Kalifornien 39 mutmaßliche Täter angeklagt, mit dem Verkauf von nicht geleisteten Internet-Diensten rund 50 Millionen Dollar ergaunert zu haben.

In einem anderen Fall haben laut FBI-Angaben 48.000 Betrogene jeweils 295 Dollar für nichtexistente Geschäfte in einem Online-Einkaufszentrum gezahlt. Außerdem befassen sich die Beamten mit Delikten wie Geldwäsche und Urheberrechtsverletzungen. Ziel der jüngsten Polizeiaktion ist es unter anderem die Opfer der Online-Verbrecher finanziell zu entschädigen.

Verantwortlich für "Operation Cyber Loss" ist das US-Beschwerdezentrum für Internet-Betrug (IFCC), das vom FBI und dem Nationalen Zentrum für Wirtschaftskriminalität geleitet wird. IFCC-Angaben zufolge sind seit der Gründung der Organisation im Mai vergangenen Jahres etwa 36.000 Beschwerden wegen Online-Betrügereien eingegangen.