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USA: Sommerzeit bringt Microsoft-Kunden in Bedrängnis

06.03.2007
Die vorgezogene Sommerzeitumstellung in den USA am kommenden Sonntag sorgt für Chaos in vielen Unternehmen, die mit Software von Microsoft arbeiten.

Betroffen sind nicht nur die Windows-Betriebssysteme selbst, sondern auch viele Timestamp-basierende Applikationen. Microsoft hat bereits mehrere Patches veröffentlicht, die die zahlreichen Uhren in den Computern automatisch um eine Stunde vorstellen sollen. Doch schon die Installationsanleitung, üppige 25 Seiten lang, sorgt bei vielen IT-Managern für Unmut. "Microsoft hätte sich besser vorbereiten müssen – es ist alles zu kompliziert, ohne klare Linie", sagte Pasquale Pescatore, Analyst beim IT-Händler "North West". Auch viele amerikanische Privatanwender beklagen, dass ein durchgängiges Muster, bei welcher Software die Patches funktionieren und bei welcher nicht, nicht erkennbar sei. Besonders häufig schlug das Update auf E-Mail-Servern, die auf Outlook und Entourage basieren, sowie bei der Serversoftware Exchange fehl. Betroffen sind auch die Nutzer von Smartphones, die mit dem Betriebssystem Windows Mobile arbeiten. Viele Firmen patchen mittlerweile jedes Programm einzeln. Microsoft kündigte für diese Woche weitere Updates an.

Ob die Maßnahmen Früchte tragen, wird sich am kommenden Sonntag zeigen. Abzuwarten bleibt ebenfalls, ob am 4. November ein ähnliches Chaos droht. Dann drehen die Amerikaner ihre Uhren wieder um eine Stunde zurück – eine Woche später als sonst. (sh)