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USA konkretisieren Krytpo-Exportlockerung

18.09.1998
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Für bestimmte Bereiche lockern die USA ihre strikten Bestimmungen für den Export von Verschlüsselungssoftware. So sollen laut der Wirtschaftsagentur Bloomberg künftig entsprechende Programme für die Versicherungsindustrie, Organisationen im Gesundheitswesen und Firmen, die elektronischen Handel betreiben, in 45 Länder frei exportiert werden. Im Gegensatz zur bisherigen Regelung muß jetzt nicht mehr ein "Nachschlüssel" für die Kryptotechnik beim US-Geheimdienst hinterlegt werden. Auch dürfen die Verschlüsselungsverfahren eine beliebige Schlüssellänge verwenden, sofern die Software nicht in den Iran, den Irak, Libyen, Sudan, Nordkorea oder Kuba exportiert wird. Bisher durften die Schlüssel nicht länger sein als 56 Bit.