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USA: Erste Verurteilung wegen Wardriving steht bevor

06.08.2004

Drei Männer aus dem US-Bundesstaat Michigan haben sich schuldig bekannt, in das Netz der Heimwerkerkette Lowe's eingedrungen zu sein, um dort Kreditkartendaten zu stehlen. Nach Ansicht der Strafverfolgungsbehörden könnte daraus die erste Verurteilung wegen so genannten Wardrivings resultieren, bei dem Hacker mit WLAN-fähigen Notebooks versuchen, in unzureichend gesicherte drahtlose Netze einzudringen.

Im April vergangenen Jahres waren Adam B., Paul T. und Brian S. gemeinsam durch Southfield, Michigan, gefahren und hatten offene Funknetze gesucht. Über eine Lowe's-Filiale drangen sie ins Netz des Unternehmens ein und platzierten in den Computersystemen verschiedener Filialen Programme, die Kreditkartendaten von Kunden abfangen sollten. Nach Angaben von Lowe's hatten die Täter keinen Zugriff auf die bundesweite Datenbank, und die Kartendaten seien nicht kompromittiert worden.

Falls die Beklagten in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen werden, drohen ihnen jeweils bis zu 170 Jahr Gefängnis. Sie haben bislang Teilgeständnisse abgelegt. Die Staatsanwaltschaft werde für zwei der Männer Strafen zwischen drei und zwölf Jahren fordern, berichtet das "Wall Street Journal". T. hat sich auch des Wardriving für schuldig bekannt. Hier ist das geforderte Strafmaß nicht bekannt. (tc)