Pilotprogramm mit neuer RIM-Plattform

US-Zollbehörde gibt Blackberry 10 eine Chance

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Die US-Behörde Immigration and Customs Enforcement (ICE) ist zumindest teilweise von ihrer Entscheidung abgekommen, die Blackberrys ihrer knapp 18.000 Mitarbeiter durch iPhones zu ersetzen.

Wie RIM bekannt gab, will die ICE Anfang 2013 in einem Pilotprogramm Blackberry-10-Geräte und die dazugehörige Verwaltungsplattform testen. Die ICE sei über Jahre hinweg ein geschätzter Blackberry-Kunde und RIM‘s Bekenntnis zu Regierungsbehörden habe die Entwicklung der Blackberry-10-Plattform beeinflusst, wird Scott Totzke, bei Research in Motion für die Blackberry-Sicherheit verantwortlich, in einer Pressemitteilung zitiert. Neben der Möglichkeit, Mitarbeitern einen sicheren Zugang zu vertraulichen Daten hinter der Firewall bereitzustellen, könne BlackBerry 10 Organisationen dabei helfen, das Potenzial von mobiler Technologie voll auszuschöpfen, um neue Services anzubieten, deren Bereitstellung zu verbessern und insgesamt die Produktivität zu verbessern.

Vor zwei Monaten hatte die US-Behörde mit ihrer Ankündigung für Schlagzeilen gesorgt, nach acht Jahren Blackberry-Nutzung auf iPhones zu migrieren . Als Gründe dafür wurden in einem Evaluierungsbericht die mangelnde Aktualität und Flexibilität der Blackberry-Plattform genannt. Außerdem stellte die ICE die Zukunftsfähigkeit von RIM in Frage. Im Gegensatz dazu biete das iPhone von Apple neben einer sicheren Plattform und einem konsistenten Erscheinungsbild, das das Training im Umgang damit vereinfacht, eine weite Verbreitung am Markt und damit einhergehend eine breite Unterstützung durch Entwickler und Zubehör-Hersteller.