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US-Websites bieten den besseren Datenschutz

14.02.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Obwohl die europäischen Bestimmungen zum Schutz persönlicher Daten im Internet strenger sind als in den USA, haben die Amerikaner weniger Probleme mit dem Mißbrauch der Informationen. Das ist das Ergebnis einer Studie der weltweiten Dachorganisation Consumers International, die mehr als 250 Verbraucherschutzverbände in 110 Ländern erfasst. Dem Bericht zufolge hält sich nur etwa ein Drittel der Unternehmen an die von der EU gesetzten Richtlinien. So verzichten rund 80 Prozent der Betreiber von europäischen Websites darauf, ihren Kunden zuzugestehen, das Speichern und die Wiederbenutzung der persönlichen Daten zu untersagen. In den USA haben die Surfer bei rund 60 Prozent der Seiten die Möglichkeit dies zu unterbinden.

Rund 63 Prozent der Firmen in Europa legen eine Kundendatei ihrer Benutzer an. Lediglich 32 Prozent davon informieren die Surfer ausreichend darüber, was mit ihren Daten geschieht. In den USA beläuft sich die Zahl der Unternehmen, die Benutzerinformationen sammeln, auf 90 Prozent. Immerhin 62 Prozent der Betreiber gestatten den Kunden einen Einblick darin, wozu die persönlichen Daten verwendet werden. Das Ergebnis beruht auf der Untersuchung von 751 Websites.