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US-TK-Branche im Visier der SEC

12.02.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die US-Börsenaufsicht Security and Exchange Comission (SEC) weitet ihre Untersuchungen gegen die Buchungspraktiken heimischer TK-Anbieter aus. Nach dem unter Gläubigerschutz stehenden Glasfasernetzbetreiber Global Crossing, der im Verdacht von Scheingeschäften und damit Bilanzfälschung steht, hat nun auch Qwest eine Vorladung der SEC bekommen. Die Gesellschaft soll Dokumente über einzelne Transaktionen mit Global Crossing offenlegen. Der Vorwurf, der zumindest inoffiziell im Raum steht, bezieht sich auf die gegenseitige Vermietung von Leitungskapazitäten, deren vermeintlicher Erlös jeweils als Gewinn verbucht wurde. Auch der Telco-Ausrüster Qualcomm muss sich inzwischen unangenehme Fragen gefallen lassen. In einem Bericht des "Center for Financial Research and Analysis", das sich mit der Kontrolle der Rechnungslegungs-Methoden börsennotierter US-Firmen beschäftigt, heiát es angeblich, Qualcomm habe im vergangenen Geschäftsjahr Umsatz verbucht, der in Wahrheit nicht aus einem Zufluss von Geld, sondern aus dem Tausch von Waren gegen Anteile an neugegründeten Unternehmen resultiert. (gh)