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US-Studie: Bei IT-Vorständen sitzt das Geld wieder lockerer

09.06.2004

In den USA gehen viele CIOs davon aus, ihre IT-Budgets in diesem Jahr zu überschreiten. Grund sind der sinkende Sparzwang und das Ziel, mit der Investition in neue Technik künftiges Wachstum zu sichern. Das ergab eine aktuelle Umfrage von Forrester Research unter den IT-Verantwortlichen von 115 nordamerikanischen Unternehmen.

Laut Studie schätzen 34 Prozent der Manager, dass sie in diesem Jahr mehr Geld in IT investieren als ursprünglich geplant werden. Im ersten Quartal waren lediglich 25 Prozent der IT-Entscheider zu Mehrausgaben entschlossen. Weitere 55 Prozent der CIOs erklärten nun, sie würden ihr IT-Budget voll ausschöpfen.

Auslöser für die hohe Investitionsbereitschaft ist offenbar die positive Geschäftsentwicklung der Unternehmen. So wurde die aktuelle Konjunktur von 43 Prozent der Befragten als stark bis sehr stark eingeschätzt. Der Optimismus in Sachen IT-Budgets sei bereits vor einiger Zeit zurückgekehrt, erklärt Forrester-Analyst Nick Wilkoff: Es gebe nun konkrete Anzeichen, dass den CIOs das Geld wieder lockerer sitze.

Von den steigenden IT-Investitionen wird nach Schätzung der Marktforscher am stärksten das Hardwaresegment profitieren. Forrester geht für diesen Bereich in den USA von einem Wachstum um elf Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. Für Betriebssysteme, System-Management- und Sicherheitssoftware prognostizieren die Auguren ein Plus von neun Prozent. Der Bereich IT-Outsourcing soll ebenfalls um neun Prozent wachsen, im Bereich TK-Equipment erwartet das Marktforschungsinstitut sogar einen Zuwachs um elf Prozent.

Die Konsolidierung sei abgeschlossen, nach vorangegangenen Kostensenkungen stehe nun wieder Wachstum auf der Tagesordnung, so Wilkoff. Das Niveau früherer Boomzeiten werde jedoch nicht erreicht, da die Unternehmen auch weiterhin eine strenge Kostenkontrolle vornähmen. (mb)