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US-Startup verspricht mehr Sicherheit für Itanium-Server

24.01.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das im US-Bundesstaat Colorado ansässige Startup-Unternehmen Secure64 hat eine Software entwickelt, die die Performance von Itanium-CPUs drastisch steigern soll. Außerdem biete sie spezielle Sicherheitsfunktionen, mit denen sich unter anderem Online-Bezahlvorgänge und Kommunikationsanwendungen gegen Hacker-Angriffe und Computerviren absichern lassen, heißt es beim Hersteller.

Mitbegründer von Secure64 ist Bill Worley, ehemals Chefwissenschaftler beim Itanium-Mitentwickler Hewlett-Packard und Vater der "PA-RISC"-Technologie. Laut Peter Cranstone, Chief Ececutive Officer bei Secure64, bieten Itanium-Server oft nur 20 Prozent mehr Leistung als mit 32-Bit-Chips ausgestattete Rechner. Das liege daran, dass die gängigen Betriebssysteme die Vorteile der Itanium-Architektur nicht ausnutzen.

Das Problem löst die von Worley entwickelte "Web Edge Engine" durch eine "Custom Execution Layer" genannte Ausführungsschicht, die die Fähigkeit der Itanium-CPU nutzt, mehrere Instruktionen parallel auszuführen. Sie aktiviert außerdem Funktionen des Prozessors, die den Zugriff auf die Ressourcen des Servers begrenzen. Das soll Hacker davon abhalten, Schadroutinen auszuführen.

Den Entwicklern zufolge lassen sich spezielle Anwendungen mit Web Edge Engine ohne weiteres Betriebssystem betreiben. Die Software könne jedoch vollwertige Systeme nicht ersetzen.

Intel zeigte sich bereits interessiert an der Technologie. Es sei jedoch noch zu früh, um ein detailliertes Statement zu Web Edge Engine abzugeben. (lex)