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US-Risikokapitalmarkt bricht um 73 Prozent ein

30.10.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Im dritten Quartal 2001 gaben Investment-Gesellschaften in den USA nur noch 7,7 Milliarden Dollar an Venture-Capital zur Unterstützung von insgesamt 873 jungen Unternehmen aus. Das sind 73 Prozent weniger als noch im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, als die Risikokapitalgeber 28,5 Milliarden Dollar in 1814 Firmen investierten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Organisation National Venture Capital Association (NVCA).

Trotz des geringen Investitionsvolumens im dritten Quartal dürfte das Jahr 2001 das drittbeste nach den Jahren 2000 mit 104 Milliarden Dollar und 1999 mit 56,9 Milliarden Dollar werden. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres steckten die Kapitalgeber insgesamt 31 Milliarden in vielversprechende Firmen.

Von dem zwischen Juli und September 2001 investierten Kapital gingen 81 Prozent an Unternehmen, die bereits vorher von den Investoren Geld erhalten hatten. Deren Interesse lag offenbar darin, ihr bestehendes Investitionsportfolio zu pflegen, statt auf neue Pferde zu setzen. Zum ersten Mal seit den frühen 90er Jahren wurden im zweiten und dritten Quartal 2001 weniger als 30 Prozent des Venture-Capitals in neue Unternehmen investiert.

Firmen aus den Bereichen Biotech, Medizin und Gesundheit erhielten sieben Prozent des verteilten Kapitals. Während des gesamten vergangenen Jahres lag die Quote bei nur drei bis vier Prozent. Die Investitionen in Internet-Unternehmen sanken von 46 Prozent im gesamten Jahr 2000 auf nur noch 27 Prozent zwischen Juli und September 2001.

Weitere Ergebnisse der Studie könne auf der Homepage der NVCA eingesehen werden.