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US-Richter: IBMs Pensionsplan benachteiligt ältere Mitarbeiter

04.08.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM erlitt Ende vergangener Woche eine schwere juristische Schlappe: Ein US-Bundesrichter im Staat Illionois entschied, dass Big Blue die Rechte seiner älteren Mitarbeiter verletzte, als es ihnen in den 90er Jahren mit der Einführung eines neuen Berechnungssystems die Einzahlungssumme für die Betriebspensionskasse kürzte. Als mögliches Resultat des Urteils wird der Konzern nun gezwungen sein, die Leistungen für 130.000 ehemalige und gegenwärtige Angestellte neu zu kalkulieren und aufzustocken. Die Armonker kündigten an, gegen das Urteil in Revision zu gehen. Der Konzern verwies darauf, dass er mit der Umstellung lediglich einer Reihe von anderen Unternehmen wie Cisco oder Microsoft gefolgt sei. Die richterliche Entscheidung betreffe nicht allein IBM, sondern auch mehrere hundert andere US-Companies.

IBM wechselte damals zu einem Pensionsplan, bei dem die Einzahlungen allmählich von Jahr zu Jahr anstiegen. Das frühere System sah dagegen vor, dass die Beiträge zu Beginn nur geringfügig wuchsen, gegen Ende der Karriere dagegen umso stärker. Die Umstellung hatte zur Folge, dass die künftigen Renten für ältere Mitarbeiter mit langer Betriebszugehörigkeit mit sofortiger Wirkung sanken. Gleichzeitig konnte IBM seine Betriebskosten reduzieren, da das Unternehmen künftig weniger Geld zur Seite legen musste. (mb)