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US-Regierung verabschiedet Cybersecurity-Plan

17.02.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Weiße Haus hat die endgültige Version der "National Strategy to Secure Cyberspace" verabschiedet. Das 76 Seiten umfassende Papier sieht vor, ein nationales Notfallzentrum für Internet-Sicherheit zu gründen. Dazu sollen Programme zur Eindämmung von Sicherheitslücken, zur Schulung von Mitarbeitern der öffentlichen Verwaltung und zur Absicherung öffentlicher Netze in den USA aufgelegt werden. Darüber hinaus enthält der Plan Vorschläge zum Aufbau nationaler und internationaler Sicherheitskooperationen. Außerdem sollen private Unternehmen dabei unterstützt werden, Monitoring-Technologien zu entwickeln, die Angriffe identifizieren.

Experten wie Douglas Goodall, Chef des IT-Sicherheitsdienstleisters RedSiren, bemängeln das Fehlen konkreter Empfehlungen. Nach dem Lesen des Dokuments bleibe die Frage offen, was konkret zu tun sei. Laut Tiffany Olson, stellvertretende Chefin des Critical Infrastructure Protection Board im Weißen Haus, gibt das am Freitag veröffentlichte Notfalldokument nur grobe Richtlinien vor. Details zur Implementierung entsprechender Systeme sollen demnächst folgen. Die US-Regierung wolle, was die Absicherung von Netzwerken betrifft, mit gutem Beispiel vorangehen, bevor Unternehmen zu Security-Maßnahmen verpflichtet würden. (lex)