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US-Outsourcer ACS plant europäische Akquisition

04.02.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-amerikanische Outsourcing-Spezialist Affiliated Computer Services (ACS) will in den kommenden Jahren rund 500 Millionen Dollar in Europa einnehmen. Um dieses Ziel umsetzen zu können, hat der Dienstleister seine Späher ausgeschickt, um ein passendes Akquisitionsziel zu finden. Allen voran schreitet Brian Stones, ehemals Vice-President bei Capgemini und heute Europachef von ACS. Er betonte gegenüber dem Brancheninformationsdienst "Computerwire" den Anspruch des texanischen IT-Dienstleisters, in Europa ein gewichtige Rolle zu spielen: "ACS ist eine Organisation mit einem Jahresumsatz von fast fünf Milliarden Dollar", sagte Stones. "Das Europa-Geschäft sollte eine wesentliche Rolle spielen und für mehr als zehn Prozent der Einnahmen gut sein."

Derzeit beliefert ACS rund 30 Kunden in Europa. Dazu gehören General Motors und Air France. Die Fluglinie bezieht beispielsweise Personalbetriebsdienste und Services für die Abwicklung der Flugtickets von ACS. Zurzeit beschäftigt das Unternehmen einige hundert Mitarbeiter in Europa, zumeist allerdings für die Bereitstellung der Back-Office-Leistungen in Call- und Service-Center. Vertriebsmitarbeiter, die aktiv auf Kunden zugehen, gehören kaum dazu.

Um dieses Manko zu beseitigen, plant das Haus eine Akquisition. Details nannte Stones nicht, allerdings favorisiert er die Übernahme von einigen Spezialisten anstelle eines großen europäischen Outsourcers. "Große Merger sind nicht immer zielführend, ausschließen möchte ich einen solchen Schritt aber nicht." Auch Hinweise auf einen Zeitplan blieb der Manager schuldig. (jha)