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US Navy setzt auf Open Source

29.03.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die US-Marine weitet den Einsatz von Open-Source-Software aus. In einem gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekt mit dem Open Source Software Institute (OSSI) untersuchen IT-Verantwortliche die Möglichkeiten quelloffener Programme in mehreren Bereichen der Navy. An dem auf drei Jahre angelegten Programm sind auch mehrere IT-Anbieter beteiligt, darunter der Linux-Distributor Red Hat und Black Duck Software. Black Duck offeriert ein System, das im Prozess der Softwareentwicklung laufend protokolliert, welche Lizenzen den einzelnen Programmteilen zugrunde liegen. Auf diese Weise soll sich kontrollieren lassen, ob proprietäre Programme in Neuentwicklungen einfließen.

OSSI ist eine Nonprofit-Organisation, die sich die Förderung von Open-Source-Software in der öffentlichen Hand auf die Fahnen geschrieben hat. Laut OSSI-Manager John Weathersby handelt es sich bei dem jüngsten Navy-Vorhaben um ein Folgeprojekt. Bereits in der Vergangenheit habe man feststellen können, dass quelloffene Systeme sowohl technische Vorteile brächten als auch Kosten sparten. Von neun untersuchten Navy-Divisionen setzten sechs Open-Source-Software auch in kritischen Bereichen ein. Im Vergleich zu anderen Teilen des US-Militärs nehme die Marine eine Vorreiterolle in Sachen Open Source ein. (wh)