US-Mobilfunkmarkt kommt in Bewegung

13.12.2004
Auf dem US-Mobilfunkmarkt bahnt sich mit der am Freitag bekannt gewordenen geplanten Fusion der Netzanbieter Sprint und Nextel eine dramatische Neuordnung der Marktanteile an. Bereits im Oktober dieses Jahres kam es durch die Übernahme von AT&T Wireless durch Cingular zu einer Verschiebung der Marktkonzentration...

Auf dem US-Mobilfunkmarkt bahnt sich mit der am Freitag bekannt gewordenen geplanten Fusion der Netzanbieter Sprint und Nextel eine dramatische Neuordnung der Marktanteile an. Bereits im Oktober dieses Jahres kam es durch die Übernahme von AT&T Wireless durch Cingular zu einer Verschiebung der Marktkonzentration.

Sollte der künftige Zusammenschluss von Sprint und Nextel zum drittgrößten Mobilfunkbetreiber in den USA in einigen Wochen unter Dach und Fach sein, werden schließlich nur noch vier große Netzanbieter auf dem US-amerikanischen Mobilfunkmarkt tätig sein. Dazu gehören auch der zweitplatzierte Verizon Wireless und die etwas abgeschlagene Deutsche Telekom-Tocher T-Mobile USA.

Das allgemeine Streben der US-Mobilfunkanbieter ist auf den langsameren Kundenzuwachs zurückzuführen, der dieses Jahr nur noch bei knapp 7 Prozent liegt. Daher sind die Mobilfunkunternehmen gezwungen, ihre Leistung immer günstiger anzubieten, was zu einem verstärkten Preisdruck führt. Dadurch wird es umso wichtiger neue Leistungen mit höheren Gewinnmargen für die Kunden anzubieten, was wiederum zu höheren Investitionsausgaben führt, die für große Konzerne leichter zu schultern sind. Außerdem ist gemeinhin bekannt, dass mit der Größe eines Unternehmens auch die Verhandlungsmacht gegenüber den Zulieferern steigt.

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