Weitere Jobs in Gefahr

US-Mobilfunker Sprint will Milliarden sparen

02.10.2015
Der kriselnde US-Mobilfunker Sprint will mit einem neuen milliardenschweren Sparprogramm die Kosten in den Griff kriegen.

In den kommenden sechs Monaten sollen bis zu 2,5 Milliarden US-Dollar (2,2 Milliarden Euro) eingespart werden. Vermutlich seien auch Jobs von dem Plan betroffen, für Details dazu sei es aber noch zu früh, teilte das Unternehmen in einem Schreiben vom Donnerstag (Ortszeit) mit. Sprint schreibt seit Jahren rote Zahlen und steht auch wegen der aggressiven Kundenwerbung durch die Telekom-Tochter T-Mobile US unter Druck. Bei der Gesamtkundenzahl hat T-Mobile Sprint mittlerweile überholt und auf den landesweit vierten Platz verwiesen.

Sprint-CEO Marcelo Claure
Sprint-CEO Marcelo Claure
Foto: IDG

Sprint läutet damit das zweite Sparprogramm ein, seit Vorstandschef Marcelo Claure das Ruder übernommen hat. Vergangenen November startete das Unternehmen mit dem Abbau von 2000 Arbeitsplätzen, unter anderem dadurch sollten bereits 1,5 Milliarden Dollar eingespart werden.

Claure hat viel Geld in den Netzausbau und Kundenangebote gesteckt. Das half zusammen mit Kostensenkungen zwar zuletzt dem operativen Gewinn auf die Sprünge. Die Kassenlage ist aber weiter angespannt. Vor einigen Tagen hatte das Unternehmen bereits angekündigt, an einer großen Auktion von Mobilfunkfrequenzen im kommenden Jahr nicht teilnehmen zu wollen. (dpa/tc)