Fast 40 Milliarden Dollar erreicht

US-Mobilfunkauktion wird immer teurer

27.11.2014
Die US-Telefonkonzerne greifen für neue Mobilfunkfrequenzen immer tiefer in die eigenen Taschen.

Bei einer laufenden Auktion des US-Telekomregulierers FCC erreichten die vorläufigen Gewinngebote am Mittwoch den Wert von insgesamt 38,2 Milliarden US-Dollar, wie aus der Webseite der FCC für die Versteigerung hervorgeht. Das ist deutlich mehr als Experten im Vorfeld geschätzt hatten. Die FCC selbst hatte sich ein Mindestziel von gut 10 Milliarden Dollar gesetzt. Die Telekomkonzerne rechnen mit weiter steigendem Datenhunger der Mobilfunknutzer, den sie mit den neuen Frequenzen zu Geld machen wollen.

Tom Wheeler, 31. Chairman der US-Kommunikationsaufsicht FCC
Tom Wheeler, 31. Chairman der US-Kommunikationsaufsicht FCC
Foto: FCC

Unter den zugelassenen 70 Bietern befinden sich die US-Mobilfunkriesen Verizon und AT&T sowie T-Mobile US, die Tochter der Deutschen Telekom. Außerdem mischt der Satelliten-TV-Anbieter Dish kräftig mit. Wie viel die einzelnen Netzbetreiber bieten, ist während der Versteigerung öffentlich nicht bekannt.

Der landesweit drittgrößte Mobilfunk-Anbieter Sprint spart sich die Auktion unter anderem weil das Geld fehlt. Allerdings ist Sprint bei Frequenzen nach Meinung von Analysten auch reichlich ausgestattet.

Insgesamt versteigert die FCC in den aufgesplitterten Frequenzgebieten des Landes 1614 Lizenzen im höheren Frequenzbereich zwischen 1,7 und 2,2 Gigahertz. Das Spektrum eignet sich physikalisch gut für schnelle Datenübertragungen auf kürzere Distanz, etwa in städtischen Gebieten. In den USA werden Lizenzen üblicherweise nicht wie in Deutschland auf Zeit und für das gesamte Land vergeben, sondern unbegrenzt und jeweils für einzelne Regionen.

Nun ist für die Bieter nach der 37. Auktionsrunde ersteinmal Luftholen angesagt: Für die anstehenden Thanksgiving-Feiertage wird die Auktion ausgesetzt, weiter geht es am 1. Dezember. (dpa/tc)