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US-Ministerium fördert Open-Source-Infiniband

11.11.2004

Das US-Department of Energy (DOE) will die Entwicklung einer einheitlichen Software für den Einsatz der Input-Output-Architektur Infiniband auf Open-Source-Rechnern finanziell unterstützen. Wie das Ministerium auf der Supercomputing-Konferenz "SC2004" in Pittsburg mitteilte, sollen Chiphersteller Intel und die beiden Infiniband-Equipment-Lieferanten Voltaire und Topspin Communications im Rahmen eines auf drei Jahre angelegten Projekts Zuschüsse für die dazu notwendige Programmierarbeit erhalten. Deren Programmierer wiederum werden der "OpenIB"-Allianz zuarbeiten. Ziel der von US-amerikanischen HPC-Anwendern (HPC = High Performance Computing) und Techniklieferanten gegründeten Vereinigung ist es, einen Standard-Open-Source-Treiber für Infiniband zu schaffen, der letztendlich Teil des Linux-Kernels werden soll.

Die schnelle I/O-Technik Infiniband eignet sich sowohl für die Verbindung der einzelnen Server innerhalb eines Clusters als auch hin zu Speichergeräten. Allerdings stützt sich der hardwareseitige Infiniband-Support derzeit noch auf eine Reihe proprietärer, teilweise funktional unterschiedlicher Treiber, was eine weitere Verbreitung von Linux im Clusterumfeld behindert. (kf)