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US-Marine schwenkt um auf schlanke Clients

19.12.2005
Wegen Trusted Solaris entschied sich die Navy für ein Sun-System.

Weil auf den Schiffen der amerikanischen Streitkräfte auch Marinesoldaten befreundeter Staaten mitfahren, waren dort bisweilen sieben unterschiedliche Netze installiert, so der in San Diego stationierte Systemingenieur Brian Hedges. Der damit verbundene Kabelsalat sowie die voluminösen Server und PCs gingen zu Lasten des ohnehin beschränkten Raumangebots auf den schwimmenden Kampfstationen. Deshalb werden deren IT-Systeme jetzt grundlegend erneuert - mit Hilfe der Thin-Client-Technik. Die 160 Schiffe der US-Streitmacht zur See erhalten "Sun-Ray"-Systeme von Sun Microsystems.

Auf dieses Weise will die Navy nicht nur Platz, sondern auch Verwaltungsaufwand sparen. Die Marinesoldaten können sich mit ihren jeweiligen Benutzernamen, Passwörtern und anderen Authentifizierungsmaßnahmen auf einem beliebigen Terminal einloggen, so dass deren Anzahl deutlich schrumpfen wird. Außerdem sind die Thin-Client-Systeme aufgrund ihrer IP-basierenden Technik in der Lage, auf diverse Netze zuzugreifen. Darüber hinaus lassen sich Softwareaktualisierung und Systempflege auf dem Server statt auf jedem einzelnen Client vornehmen.

Ein Pilotversuch mit den Sun-Ray-Clients fand 2002 auf der USS Mount Whitney statt. Da er erfolgreich verlief, sollen nun alle Oberflächenschiffe der Navy mit dem System ausgerüstet werden. Bislang ist die Installation auf dreien davon abgeschlossen. Für das Projekt hat die US-Marine nur einen einzigen Anbieter in Betracht gezogen. Wie Hedges erläutert, erhielt Sun wegen seines auf Sicherheit ausgerichteten Betriebssystems Trusted Solaris einen vom Mitbewerb nicht erreichbaren Vertrauensvorschuss. (qua)