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US-Marine ordert neuen IBM-Supercomputer

27.07.2004

Das US-Verteidigungsministerium hat bei IBM einen neuen Supercomputer mit 2944 Prozessoren für Schifffahrtssimulationen bestellt. Das "Kraken" getaufte System soll im Endausbau mehr als 20 Teraflops Rechenleistung erzielen und ist einer von zwei Numbercrunchern, die das Naval Oceanographic Office ordert. Kraken besteht aus 386 mit jeweils acht Power4+-Prozessoren bestückten "p655"-Servern, die unter dem IBM-Unix AIX laufen. Dazu kommt noch ein "FastT"-Storage-System mit 55 TB Plattenplatz. Der zweite, kleinere Rechner besteht aus 64 p655 und kommt auf 3,5 Teraflops Leistung.

Unabhängig davon kündigte IBM bereits Ende vergangener Woche an, es habe die Leistung seines "High Performance Switch" verbessert, der mehrere Unix-Rechner zu einem Verbund zusammenclustert. Dank einer neuen Firmware verkürzt sich die Zeit, die Messages zwischen zwei Rechnern benötigen, von zuvor 10,3 auf nur noch 5,6 Millisekunden (beim p690). Die Übertragung über IP (Internet Protocol) oder Message Passing Interface (MPI) wurde ebenfalls beschleunigt. Außerdem kann der Switch nun 64 statt bisher 32 p690-"Regattas" verbinden. Das Gerät kommt unter anderem in den Supercomputern "ASCI White" und "ASCI Purple" (in Entwicklung) zum Einsatz. (tc)