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US-Kreditprüfer planen einheitlichen Datenschutzstandard

23.09.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Drei große US-amerikanische Dienstleister für Finanzinformationen haben sich auf einen einheitlichen Verschlüsselungsstandard zum Schutz des sensiblen Datenmaterials geeinigt, das sie täglich von Banken und Kreditkartenunternehmen erhalten. Nach Angaben von Equifax, Experian und Transunion soll der gemeinsame Beschluss in die Entwicklung und Verwendung eines "datenverhüllenden" Codes auf Basis eines 128-Bit-Verschlüsselungsalgorithmus münden. Zwar würden bereits etablierte Tools und Programme eingesetzt, um zu verhindern, dass die Daten in die falschen Hände geraten, so die offizielle Stellungnahme. Mit Hilfe eines einheitlichen Industriestandards wolle man den Transfer vertraulicher Verbraucherinformationen zwischen Datenlieferant und Kreditprüfer jedoch noch sicherer machen. "Unsere Kunden sollen künftig nicht mehr mit drei verschiedenen Standards jonglieren müssen", ergänzt Transunion-Sprecherin Colleen Tunney.

Die drei traditionell rivalisierenden Dienstleister sind nicht die einzigen, die der zunehmenden Bedrohung durch Identitätsdiebstahl gemeinsam entgegen wirken wollen. Auch die konkurrierenden Kreditkartenunternehmen Visa und Mastercard wollen künftig im Team gegen Betrügereien via Internet vorgehen. (kf)