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US-Kongress plant Supply-Chain-Standards

07.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - 47 Millionen Dollar soll der US-amerikanische Kongress zur Entwicklung von Standards für Supply-Chain-Management-(SCM-)Systeme bewilligen. Ob das entsprechende Gesetz "Enterprise Integration Act of 2002" allerdings noch in der bis November laufenden Legislaturperiode verabschiedet werden kann, gilt als unsicher. Das Gremium beschäftigt sich derzeit vor allem mit Sicherheitsfragen sowie einem möglichen Krieg gegen den Irak. Befürworter des Gesetzes sehen durch eine Standardisierung von SCM-Verfahren Einsparpotenziale in Milliardenhöhe für die US-Industrie. Laut einer Studie des National Institute of Standards and Technology (NIST) könne allein die Autoindustrie mit Hilfe effektiverer Prozesse ihre Kosten um eine Milliarde Dollar senken. Außerdem hinkten die USA hinter der Entwicklung in Europa und Asien hinterher, wo sich bereits eine Reihe von Ländern auf die Festlegung bestimmter

Standards geeinigt haben. Diese sind allerdings nicht auf die US-Industrie übertragbar, so dass die Firmen jenseits des Atlantiks befürchten, ins Hintertreffen zu geraten. (rs)