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US-Justiz: Microsoft muss mehr Windows-Quellen zeigen

15.04.2004

Microsoft erweitert das Lizenzprogramm MCPP (Microsoft Communications Protocol Program). Lizenznehmer sollen die Möglichkeit bekommen, mehr Protokolle einzusehen als bislang. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Protokolle, die für die Kommunikation zwischen Server-Anwendungen sowie zwischen Windows-Servern mit alternativen Systemen betriebenen Clients wichtig sind. Mit den Änderungen kommt der Hersteller einer Aufforderung des US-Justizministeriums nach.

Das Department of Justice stellte fest, dass nur wenige Unternehmen MCPP-Lizenzen erworben haben. Daraufhin haben die Beamten Microsoft aufgefordert, die Lizenzen zu günstigeren Preisen anzubieten sowie die Verfügbarkeit und Dokumentation der Sourcecodes zu verbessern. Dies sei notwendig, um die Bedingungen des im Antitrust-Prozess 2001 geschlossenen Vergleichs zu erfüllen.

Man sei weiterhin bemüht, mit der Behörde bei der Verbesserung der Lizenzbedingungen zusammenzuarbeiten, sagte Mary Snapp, Deputy General Counsel bei Microsoft. Am MCPP nehmen zurzeit 14 Unternehmen teil, darunter Time Warner, GeoTrust und Sun Microsystems. (lex)