Gefährlich verknüpfte Konten

US-Journalist Mat Honan digital ruiniert

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Hacker haben alle wichtigen Internet-Konten des US-Journalisten Mat Honan gelöscht oder missbraucht.
Foto: Wired.com

Honan beschreibt bei "WIRED" ausführlich, was ihm widerfahren ist - ein trauriges Lehrstück für alle, die einen "digitalen Lifestyle" pflegen und unbedingt lesenswert. Der US-Kollege kann einem wirklich Leid tun: Binnen einer Stunde wurden sein Google-Konto übernommen und gelöscht, von seinem gekaperten Twitter-Account rassistische und schwulenfeindliche Nachrichten abgesetzt und schließlich seine AppleID genutzt, um alle Daten auf Honans iPhone, iPad und MacBook fernzulöschen.

Eine Teilschuld an dem digitalen Debakel gibt Honan Schwachstellen in den Sicherheitsarchitekturen und Kundendienstsystemen von Apple und Amazon. Allerdings sei er in vieler Hinsicht auch einfach selbst Schuld, schreibt er weiter, indem er etwa viele seiner Online-Konten aus Bequemlichkeit miteinander verknüpft und seinen Rechner nicht regelmäßig gebackupt habe. Außerdem hätte sich die Zerstörung seiner digitalen Identität wohl verhindern lassen, wenn er für sein Google-Konto die (optionale) Zwei-Faktor-Authentifizierung genutzt hätte, so Honan weiter. Letztlich hätten die Angreifer ohnehin "nur" darauf abgezielt, sein Twitter-Konto zu übernehmen.

Die ganze Geschichte ist zu lang, um sie hier in allen Details nachzuerzählen - lesen Sie selbst. Morgen will "WIRED"-Autor Honan bereits nachlegen und berichten, wie er sein digitales Leben wieder neu zusammengesetzt hat.