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US-Gerichtsurteil: ISPs nicht für Beleidigungen in E-Mails verantwortlich

03.05.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Supreme Court (Oberste Gerichtshof) in den USA bestätigte gestern ein früheres Gerichtsurteil, wonach ISPs (Internet-Service-Provider) nicht dafür verantwortlich gemacht werden können, wenn eine Person in einer E-Mail oder Online-Bekanntmachung verleumdet wird. Die Richter wiesen damit eine Klage zurück, in der ein Jugendlicher einen Internet-Dienst rechtlich dafür belangen wollte, dass er fälschlicherweise als Adressat von E-Mails mit vulgärem Inhalt beschuldigt wurde. Da der Service-Provider die Nachrichten nicht erstellt hat, müsse er auch nicht für die dem Kläger dadurch entstandenen Nachteile aufkommen, so die Urteilsbegründung.