Trendwende

US-Gehälter von Tech-Experten fallen im Oktober

Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
Die Einschläge kommen näher: Im dritten Quartal sind die Gehälter für IT-Experten in den USA geschrumpft.

Die durchschnittlichen Löhne für Tech-Jobs sind im dritten Quartal in den USA gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich gesunken, berichtet der HR-Dienstleister Yoh Services. Der Einbruch vollzog sich im Oktober: Waren die Gehälter im August noch durchschnittlich um knapp zwei Prozent gestiegen, belief sich das Minus im Dreimonatszeitraum auf über sechs Prozent. Im Index werden technische Stellen bei rund 1.000 Unternehmen in den Sektoren Aviation, Engineering, IT, Produktion, Wissenschaft, TK und Versorgung berücksichtigt.

Die Schwäche in den Gehältern soll sich Yoh zufolge bis Jahresende erstrecken, 2009 könnte sich die Situation stabilisieren. Gute Nachrichten gibt es aber auch: Java-Entwickler, SAP-Berater, Oracle-Datenbank-Admins, .NET-Entwickler und Embedded-Spezialisten werden weiterhin gesucht. Laut Yoh resultieren die durchschnittlich sinkenden Gehälter nicht aus Bestrebungen der Unternehmen, ihre Mitarbeiter im Preis zu drücken. Vielmehr sei derzeit das Angebot an IT-Experten größer als Mitte des Jahres. Inzwischen haben einige IT-Konzerne angekündigt, Stellen zu streichen oder Neueinstellungen zu verschieben. Dazu zählen etwa HP beziehungsweise die übernommenen EDS, wo in den kommenden Jahren 24.000 Positionen wegfallen sollen. Dies hat dazu geführt, dass mehr IT-Experten die Jobsuche aufgenommen haben.

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