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Trotz weltweiter Finanzkrisen

US-Computerindustrie liegt auf Kurs

07.10.1998
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Trotz weltweiter Finanzkrisen

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – Nach Einschätzung von Finanzanalysten dürften die großen US-IT-Unternehmen ungeachtet der düsteren Weltwirtschaftslage im dritten Quartal solide Ergebnisse vorlegen. +++ Für die IBM erwartet James Poyner von CIBC Oppenheimer ein Einnahmewachstum von fünf Prozent auf 19,53 Milliarden Dollar gegenüber 18,61 Milliarden Dollar im dritten Quartal 1997. Soundview Financial prophezeit den Armonkern einen Nettogewinn von 1,49 Milliarden Dollar. Das Plus von zehn Prozent gegenüber 1997 (1,35 Milliarden) wird mit der Nachfrage nach "G5"-Mainframes und dem Servicegeschäft begründet. +++ Mit Spannung wird vor allem das Ergebnis von Compaq erwartet, das erstmals auch die Zahlen der Digital Equipment Corp. einschließt. Poyner rechnet laut Agentur "vwd" mit einem Quartalsnettogewinn von 113 Millionen Dollar. +++ HP wird vielfach, vor allem wegen seiner zu wenig aggressiven Preispolitik im PC-Markt, als Sorgenkind eingestuft. Für die Company aus Palo Alto erwartet der Oppenheimer-Analyst für das Quartal mit 12,46 Milliarden Dollar sechs Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr (11,79 Milliarden Dollar) und einen Nettogewinn von 803 Millionen Dollar oder 76 Cent pro Aktie (1997: 806 Millionen Dollar). +++ Nach Ansicht von Laura Congliario von Goldman Sachs dürfte Sun seinen Nettogewinn gegenüber dem Vorjahresquartal (163,2 Millionen Dollar) um satte 18 Prozent auf 193,3 Millionen Dollar steigern. Als Grund führt sie den steigenden Absatz von High-end-Hardware an.