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US-Company meldet Bandbreiten-Revolution

04.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Firma Island Labs aus Sarasota im US-Bundesstaat Florida will eine neue Modulationstechnik entwickelt haben, die über schmalbandige Funkwellen enorme Datenmengen transportieren kann. "xG", so der Name des Produkts, soll auf der Fachmesse TIA Ventures in der kommenden Woche der Öffentlichkeit präsentiert werden. In Chipsets gegossen soll xG im schmalbandigen Paging-Spektrum über 150 Mbit/s übertragen können.

Geeignet wäre die Technik für Anwendungen wie DSL, Kabelfernsehen, LAN und Fixed Wireless. In ersten Feldversuchen konzentriert sich Island Labs auf die Optimierung von Kabel-TV. Während ein Fernsehkanal üblicherweise etwa 6 Megahertz benötigt, transportiert ihn xG laut Island-Labs-CEO Joe Bobier in gleicher Qualität auf nur 30 Kilohertz. "Statt 100 oder 120 Kanälen könnte man 1000 Kanäle plus Breitbanddaten übertragen", verspricht der Firmenchef.

Island Labs hat nach eigenen Angaben keine Pläne, xG-Hardware selbst zu produzieren. Man will die Technik stattdessen an interessierte Hersteller in Lizenz geben. (tc)