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US-Behörden kämpfen mit teuren IT-Projekten

31.01.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nicht nur in deutschen Amtsstuben führen größere IT-Projekte häufig zu Problemen. Durch die US-amerikanische Presse geht derzeit der Fall der Bundespolizei FBI, die ein 170 Millionen Dollar teures Softwareprojekt stoppte. Das so genannte Virtual Case Project sollte es den Beamten ermöglichen, weltweit papierlos Informationen auszutauschen und Prozesse zu beschleunigen. Doch das eigenentwickelte System habe sich als inadäquat und veraltet erwiesen, teilte die Behörde mit. Einige Funktionen könne man möglicherweise mit kommerzieller Software abdecken.

Dabei handele es sich keineswegs um einen Einzelfall, berichtet das Online-Magazin "Wired News" unter Berufung auf einen ehemaligen IT-Manager im Pentagon. Es gebe nur sehr wenige erfolgreich abgeschlossene Projekte. Die häufigsten Fehler liegen Experten zufolge in einer unzureichenden Planung, aber auch in der Komplexität der Vorhaben, die oft mehrere Milliarden Dollar verschlingen. Das FBI-Projekt jedenfalls hat ein Nachspiel. Das US-Justizministerium leitete eine Untersuchung des Falls ein. (wh)